Die Papierprinzessin

Es war einmal eine Prinzessin, ganz aus Papier. Sie trug Kleider, so weiß, wie ein unbeschriebenes Blatt. Das Land, in dem sie lebte, war aus Geschichten gebaut, die ihre Großmutter, die Königin erzählte.

Mit diesen Worten beginnt die Geschichte, die Amelia May einst als Kind begann. Viele Jahre später, als Amelia längst alle Geschichten aus ihrem Leben verbannt hat, hängt das Leben ihrer Schwester Matilda davon ab, dass sie diese längst vergessene Geschichte nicht nur wiederfindet, sondern abermals dem Ruf der Worte folgt ...

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Das Zylinderkabinett

Alles, was mit Magie in Berührung kommt - egal ob für einen Sekundenbruchteil wahrer Magie oder für einen Moment, die der Illusion auf den Bühnen der Welt gehören - wird irgendwann selbst magisch.

So geht es auch Puschkin, dem weißen Kaninchen eines Zauberers in Montparnasse, das abseits der Vorstellung sein Leben im Zylinderkabinett verbringt - jenem Ort, an dem Tücher wie Schmetterlinge fliegen und Tauben zu Plastikrosen werden. Dort, wo die Schuhmaus alle Geschichten kennt und der Regenbär die Seerosen gießt, wo die Pikdame die Geheimnisse hütet und die Puschelwuschelohrenkatze ihr Unwesen treibt: Genau dort taucht eines Tages direkt vor Puschkins Hasennase ein winziges Mädchen auf, das einen Schlüssel im Rücken hat und sich nur bewegt, wenn man ihn dreht.

Schnell wird klar, dass Eugenie, wie dieses Mädchen heißt, nicht in das Zylinderkabinett gehört, und so macht sich Puschkin mit ihr auf den Weg zum von allen gefürchteten Schmuckfrosch - der einzigen Hoffnung, die Eugenie noch zu haben scheint ...

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